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News Kategorie: Haushaltsgeräte
06.12.2019 07:52 Uhr

Ein Staubsauger zu Weihnachten? - Hierauf sollten Sie beim Kauf unbedingt achten

Haushaltsgeräte

Jochen Wieloch
Jochen Wieloch

Die Auswahl im Elektromarkt ist riesig: Hier reihen sich Staubsauger an Staubsauger in den unterschiedlichsten Formen und Farben. Welches Modell soll man nehmen, auf welche relevanten Kaufkriterien achten?

Dies schon mal vorab: Seit Herbst 2014 haben Staubsauger etwas mit Waschmaschinen, Kühlschränken und Fernsehern gemeinsam: Sie müssen mit dem europäischen Energielabel versehen sein. Um den Energieverbrauch der Geräte leicht vergleichen zu können, sind sie in die Energieeffizienzklassen A bis G eingeteilt. Wer einen neuen Staubsauger kauft, sollte den Blick aber nicht nur auf die farbigen Balken der Effizienzklassen richten, sondern auch die Angaben auf dem unteren Teil des Etiketts genauer betrachten.

„Neben dem Energieverbrauch kann man hier auch ablesen, wie gut die Saugleistung ist oder wie leise ein Gerät arbeitet“, erklärt Claudia Oberascher von der Initiative „Hausgeräte+“. Erst anhand dieser Angaben lässt sich ein Gerät finden, das am besten zu den persönlichen Bedürfnissen passt.

In welche Energieeffizienzklasse ein Staubsauger eingeteilt wird, hängt von seinem jährlichen Energieverbrauch ab. Klasse A steht für einen niedrigen, Klasse G für einen hohen Verbrauch. „Man sollte die Zuordnung des Staubsaugers in eine der sieben Klassen aber nicht überbewerten“, sagt Claudia Oberascher. Denn während bei Wäschetrocknern oder Kühlschränken die Unterschiede zwischen den Klassen groß sind, fallen sie bei Staubsaugern nicht so sehr ins Gewicht: „Die Differenz zwischen jeder Klasse liegt bei durchschnittlich sechs Kilowattstunden im Jahr“, erklärt Oberascher. „Das schlägt nur mit 1,60 Euro pro Jahr zu Buche.“

Auf Reinigungsklasse und Lautstärke achten

Vor der Kaufentscheidung sollten Verbraucher auch auf die anderen auf dem Label aufgeführten Eigenschaften achten. Besonders wichtig ist die Reinigungsklasse: Diese gibt an, wie gut das Gerät Staub und Dreckpartikel von Teppichböden und von Hartböden, also zum Beispiel Fliesen, Laminat oder Holzdielen aufnimmt. Ein weiteres Merkmal ist die Staubemissionsklasse, die insbesondere für Hausstauballergiker entscheidend ist. Sie bewertet das Staubrückhaltevermögen, also die Sauberkeit der Ausblasluft.

Bei Geräten mit der besten Klasse A gelangen weniger als 0,02 Prozent des eingesaugten Staubes über die Abluft wieder in den Raum. Vielen Nutzern ist zudem wichtig, dass ihr Staubsauger möglichst leise arbeitet. Daher wird die Geräuschemission auch auf dem neuen Energielabel in Dezibel angegeben. Wer während des Staubsaugens etwa noch Musik oder das Handy klingeln hören möchte, sollte ein Gerät wählen, das weniger als 70 Dezibel laut ist.

Weniger Leistung gleich weniger Saugkraft?

Mit der Einführung des Energielabels wurde gleichzeitig die Leistung neuer Staubsauger auf maximal 1.600 Watt begrenzt. War früher eine hohe Wattzahl ausschlaggebend für die Kaufentscheidung, sind nun viele Verbraucher verunsichert und fragen sich, ob mit den neuen Geräten die Böden wirklich sauber werden. „Diese Bedenken sind unbegründet“, klärt Claudia Oberascher auf. „Denn die Technik hat sich enorm weiterentwickelt. Die Saugleistung wird nicht von einer möglichst hohen Wattzahl bestimmt, sondern von der Konstruktion des Gerätes.“ Das Zusammenspiel von Motor, Saugdüsen, Ventilatoren und Luftführung entscheidet über die Reinigungsleistung.

Bildquelle: Miele

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