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Kategorie: Grill
20.10.2015

Einzeltest: Beefer One Pro

Grillen mal anders

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Sophia Nigbur
Sophia Nigbur

Fleischliebhaber geben für ein gutes Steak gerne auch etwas mehr Geld aus. Damit das Fleisch dann auch schmeckt, muss es vernünftig zubereitet werden.

Dies kann natürlich auf dem Grill oder dem Herd geschehen – oder im Beefer.

Wer sich intensiv mit dem Thema Fleisch beschäftigt, merkt schnell, dass es viele unterschiedliche Möglichkeiten gibt, dieses optimal zuzubereiten. Vor allem aber müssen bei der Zubereitung verschiedene Dinge beachtet werden, die natürlich auch von Fleisch zu Fleisch unterschiedlich sind. So sollte Fleisch nur mit Fetten wie Sonnenblumenöl oder Schmalz angebraten werden, da diese lange brauchen, bis sie überhitzen. Zudem sollte nach dem scharfen Anbraten die Hitze stark zurückgestellt werden, damit das Fleisch im Inneren zart bleibt und ein Verbrennen der äußeren Seite ausgeschlossen wird.


Der Beefer

Der Beefer zeichnet sich dadurch aus, dass er eine Temperatur von 800  Grad C erreicht, die genau dafür geeignet ist, eine karamellisierte Kruste bei gleichzeitigem Röstaroma zu zaubern. Diese beiden Faktoren gehören für die Erfinder Frank Hecker, Marc Kirwald und Frantz Konzen zu den wichtigsten bei einem gelungenen Steak. Was früher lediglich Profiköchen vorbehalten war, wollten diese drei für jedermann zugänglich machen. Über einige Zeit hinweg entwickelten zunächst nur Hecker und Kirwald den Beefer; Frantz Kontzen stieß dann später zum Team, als es darum ging, dem Beefer sein zeitloses Design zu geben. Mittlerweile setzen sowohl Profis als auch Hobbyköche auf den Beefer, denn der kann tatsächlich wesentlich mehr, als lediglich hervorragendes Steak zubereiten.

Aufbau

Der Beefer One Pro ist das Nachfolgemodell des Beefer One und unterscheidet sich in einigen kleinen, aber praktischen Punkten von seinem Vorgänger. So hat der Beefer One Pro eine Gastrozulassung, kann also sowohl gewerblich als auch privat genutzt werden. Der Beefer an sich besteht aus Edelstahl, der dem Gerät ein zeitloses Design verpasst. An der Frontseite des Beefers, direkt über der Brennkammer ist das Beefer-Logo eingearbeitet, seitlich befindet sich der Schriftzug Beefer. Auf der Oberseite am hinteren Ende des Beefers ist die Warnung Hot eingearbeitet. Diese kleinen Elemente zeigen direkt, dass der Beefer mit viel Liebe zum Detail gefertigt wird. Als besonderes Gimmick ist es möglich, seinen eigenen Namen in den Beefer eingravieren zu lassen. So kann jeder Beefer zum Unikat werden. Von Anfang an macht der Beefer einen extrem guten Eindruck. Die Einzelteile sind solide verarbeitet, es gibt keinerlei scharfe Kanten oder Ähnliches. Der Beefer One Pro wird mit zwei Rosten, zwei Gastronomschalen, einem Beefer-Griff, einer Schlauchbruchsicherung und einem Gewerbedruckregler ausgeliefert. Während der Beefer One über eine Höhenverstellung per Drehknopf verfügt, gibt es beim Beefer One Pro ein Einschubraster, in welches die Gastronomschalen und die Roste eingesetzt werden können. Die Halterungen an sich sind mit einem Handgriff in den Beefer eingesetzt und bei Bedarf ebenso schnell wieder entfernt.

Inbetriebnahme

Um den Beefer One Pro nutzen zu können, benötigt man eine große Campinggasflasche; handliche Katuschen wie sie für Campingkocher genutzt werden, sind für den Beefer zu klein. Wer sich aber einen Beefer anschafft, wird diesen auch öfter nutzen und die große Gasflasche zu schätzen wissen. Der Beefer One Pro ist lediglich für den Außeneinsatz geeignet und sollte auf einem festen, ebenen Untergrund stehen. Zudem sollten sich in der Umgebung keinerlei brennbare Stoffe befinden und ein gewisser Abstand zu Hauswänden eingehalten werden. Steht der Beefer an der gewünschten Stelle, kann er mit der Gasflasche verbunden werden. Die Flasche muss ebenfalls in möglichst großer Entfernung zum Beefer aufgestellt werden, da dieser Hitze abstrahlen wird. Anschließend wird die Sclauchbruchsicherung zwischen Gasleitung und Druckregler eingebaut, der Gasschlauch selbst wird am Beefer One Pro angeschlossen. Dann wird der Druckregler an das Ventil der Gasflasche angeschlossen. So ist der Beefer einsatzbereit. Um sicherzugehen, dass kein Gas entströmt, sollte nach jedem Wechsel der Gasflasche, vor Erstbetrieb und nach längeren Pausen eine Dichtungsprüfung durchgeführt werden. Ist auch dieser Schritt erfolgreich abgeschlossen, kann der Beefer angeworfen werden. Zubehör wie Grillroste sollten zunächst entnommen werden, da das Fleisch am besten auf einen kalten Rost gelegt wird. Im unteren Bereich des Beefers sollte sich eine Gastronomschale befinden, die die Säfte des Fleischs auffangen kann. So verschmutzt der Beefer weniger und Fleischsäfte können noch weiterverwendet werden. Zunächst muss dann die Gaszufuhr an der Flasche geöffnet werden. Der Einstellknopf am Beefer steht auf Großstellung. Anhand zweier kleiner Flammen auf dem Regler kann diese Einstellung leicht gefunden werden. In dieser Einstellung erreicht der Beefer seine maximale Leistung von mehr als 800 Grad C. Ist die Gasleitung geöffnet, muss der Zündknopf gedrückt werden, der sich an der Rückseite des Beefers befindet. Man hört in kurzen Abständen ein Ticken und drückt dann den Einstellknopf für die Gaszufuhr am Beefer herunter, sodass diese geöffnet wird. Die Entzündung des Gases kann ebenfalls akustisch sehr gut vernommen werden. Ist dies geschehen, muss der Einstellknopf für die Gaszufuhr noch kurz gedrückt bleiben. Um auf Betriebstemperatur zu kommen, braucht der Beefer höchstens fünf Minuten. Schon nach einer bis zwei Minuten liegen die Temperaturen im Inneren des Geräts bei knapp 300 Grand C.

Braten im Beefer

Läuft der Beefer, können verschiedene Dinge zubereitet werden. Der Klassiker ist natürlich Steak, welches auch im Test genutzt wurde. Mit dem beiliegenden Beefer-Griff, der sich übrigens auch als Flaschenöffner eignet, können die Roste mit dem Steak problemlos in den Beefer geschoben werden. Der Beefer selbst arbeitet lediglich mit Oberhitze, sodass das Fleisch nach wenigen Minuten gedreht werden muss. Je nachdem wie nah das Fleisch am Heizbereich liegt und wie dick das Stück ist, muss das Wenden schneller erfolgen. Auch bei Fisch oder anderen empfindlichen Lebensmitteln muss darauf geachtet werden, wo sie im Beefer platziert werden. Je öfter man das Gerät benutzt, desto besser werden die Ergebnisse, so die Erfahrungen aus dem Test. Da man sich als Nutzer zunächst an die äußerst hohen Temperaturen gewöhnen muss, kann es passieren, dass die ersten Krusten zu knusprig werden und der Kern vielleicht etwas zu rot bleibt. Mithilfe der manuellen Einstellmöglichkeiten durch das Einschubraster gelingen die Steaks und Fischfilets nach kurzer Zeit aber immer besser. Man gewöhnt sich an die hohen Temperaturen und kann durch die offene Brennkammer zudem beobachten, wie das Fleisch von oben nach unten durchgart. Je nach Lebensmittel sollte es näher oder weiter von der Brennerplatte entfernt sein, um zu verhindern, dass es verbrennt. Grundsätzlich lässt sich mit dem Beefer eine Vielzahl an Gerichten zubereiten. Die stufenlose Regelung der Gaszufuhr sorgt dafür, dass die Temperatur im Beefer auch manuell geregelt werden kann und empfindlichere Nahrungsmittel gefahrlos zubereitet werden können. Je intensiver man sich mit dem Gerät beschäftigt, desto mehr Möglichkeiten bieten sich. Auch wenn man sich zunächst an die reine Oberhitze gewöhnen muss, eröffnet diese viele Optionen. So können knusprige Krusten oder unterschiedliche Gargrade innerhalb eines Nahrungsmittels erreicht werden. Es lässt sich zum Beispiel auch eine klassische Crème Brûlée im Beefer herstellen. Das Gerät eignet sich auch für Vegetarier oder Beilagenfans, während natürlich auch die Fleischfans auf ihre Kosten kommen. Ein großer Vorteil ist, dass die Fleischsäfte herabtropfen können. Sie werden in der Gastronomschale aufgefangen und können später für köstliche Saucen verwendet werden. Das Fleisch gelingt dann am besten, wenn es nach dem Braten noch kurz in der Gastronomschale verweilen darf. So kann es noch etwas nachgaren und den gewünschten Gargrad erreichen. Schiebt man es dann noch einmal für einen kurzen Moment in den Beefer, wird die Kruste noch einmal aufgefrischt. Dies ist besonders praktisch, wenn mehrere Steaks zubereitet werden, da so alle Steaks gleichzeitig und heiß serviert werden können.


Reinigung

Die Gaszufuhr sollte direkt, nachdem das letzte Fleisch, Fisch oder Gemüse entnommen wurde, getrennt werden. Hierzu wird einfach die Gaszufuhr am Beefer in Nullstellung gebracht und das Ventil an der Flüssiggasflasche geschlossen. So kann der Beefer gefahrlos abkühlen und anschließend gereinigt werden. Lose Teile, wie die Roste und die Gastronomschalen können einfach in der Spülmaschine gewaschen werden, was den Reinigungsaufwand extrem minimiert. Der Beefer selbst wird am besten im noch lauwarmen Zustand gereinigt – hierfür gibt es bestimmte Reinigungsprodukte im Beefer-Shop. Doch auch mit einem feuchten Lappen lässt sich der Innenraum des Beefers gut reinigen. Da das meiste Fett in die Abtropfschale rinnt, ist der Innenraum nur selten stark verschmutzt. Verfärbungen aufgrund des Gases treten natürlich auf, geben dem Beefer aber eine gewisse Patina.

Fazit

Das Grillen mit dem Beefer benötigt ein bisschen Übung, was sich jedoch lediglich darauf bezieht, dass man lernen muss, mit den immens hohen Temperaturen umzugehen. Die Bedienung des Beefers an sich ist schnell gelernt. Das Gerät ist sehr hochwertig verarbeitet, was sich sowohl im Umgang als auch im Design zeigt. Hier wurde viel Wert auf Details gelegt, die dem Anwender die Nutzung besonders angenehm machen.

Preis: um 800 Euro

Beefer One Pro

Grill Profiklasse

5.0 von 5 Sternen

-

Ausstattung

 
Preis: um 800 Euro 
Hersteller: Beefer Grillgeräte, Bad Honnef 
Telefon: www.beefer.de 
Internet: 02224 9806424 
Temperatur Brenner: > 800 °C 
Verwendungsart: privat und gewerblich (im Freien) 
Kategorie: 13P(50) Propan 
Verbrauch: ca. 0,25 kg/h 
Nennwärmebelastung: 3,5 KW 
Maße (BxTxH): 23,2 x 47,2 x 40 cm 
Gewicht: 10,4 kg (ohne Zubehör) 
+ erreicht schnell hohe Temperaturen 
- Eingewöhnung erforderlich 
Klasse: Profiklasse 
Preis/Leistung: gut 

Bewertung

 
Funktion: 40%
Handhabung/Reinigung: 40%
Verarbeitung/Design: 20%

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